Die 83. Auflage der OLMA in St. Gallen ist zu Ende gegangen. Nach elf Veranstaltungstagen zogen die Veranstalter eine positive Bilanz: Insgesamt verzeichnete die Messe über 335'000 Besucher. Der offizielle Gastkanton Schwyz stellte sein kulturelles und landwirtschaftliches Spektrum in den Mittelpunkt und trug damit wesentlich zur Stimmung und zum Angebot bei.
Gastkanton Schwyz als Blickfang
Unter dem Motto
«Die OLMA ruft. Schwyz liefert.»zeigte Schwyz seine Regionalschätze: Trachten, Gewerbe, landwirtschaftliche Produkte und Brauchtum begegneten einem breiten Publikum. Besonders der traditionelle Umzug blieb ein Publikumsmagnet; daran wirkten rund 1'300 Mitwirkende mit. Die Präsenz des Gastkantons wurde von Besuchenden und Ausstellenden als bereichernd beschrieben, weil sie sowohl Brauchtumspflege als auch regionale Spezialitäten sichtbar machte.
Besucherzahlen, Dauer, Atmosphäre
Die OLMA dauerte vom ersten bis zum elften Tag und zog über 335'000 Menschen an. Die Messe kombinierte Degustationen, Fachgespräche, Produktpräsentationen und Unterhaltung. Für viele Besucherinnen und Besucher bot die Veranstaltung eine Gelegenheit, lokale Spezialitäten zu probieren, sich über Neuerungen in Landwirtschaft und Gewerbe zu informieren oder schlicht Unterhaltung zu suchen.
Die Veranstalter betonten, dass die Mischung aus Tradition und Moderne ein zentrales Erfolgsrezept sei. Gleichzeitig zeigten sich an einzelnen Orten Verhaltensweisen, die als weniger erfreulich beurteilt wurden. Konkrete Vorfälle wurden in der Berichterstattung nicht detailliert ausgeführt, dennoch wiesen Beobachterinnen und Beobachter auf vereinzelte Probleme hin.
Diskussion um Schweinerennen
Ein wiederkehrender Streitpunkt war das traditionelle Schweinerennen. Die Veranstaltungsteile, in denen die Rennsäuli auftraten, sorgten sowohl für Publikumslacher als auch für kritische Stimmen. Trotz der Kontroversen entschieden die Messeverantwortlichen, das Schweinerennen vorerst beizubehalten. Gegnerinnen und Gegner kritisieren Tierwohlaspekte; Befürworterinnen und Befürworter sehen darin ein historisch verankertes Element der Messeunterhaltung. Die Entscheidung, das Rennen weiterhin zu zeigen, dürfte die Debatte in den kommenden Jahren weiter anheizen.
Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung
Die OLMA bleibt ein wichtiger Treffpunkt für Landwirtinnen und Landwirte, Produzierende sowie für Tourismus- und Gewerbebetriebe. Aussteller nutzten die Tage in St. Gallen, um Produkte vorzustellen, Kontakte zu pflegen und neue Kunden zu gewinnen. Für regionale Touristendestinationen wie der Gastkanton Schwyz bietet die Präsenz die Chance, sich einem grossen, überregionalen Publikum zu präsentieren und Aufmerksamkeit für Angebote wie Kulturführungen, Spezialitäten oder Handwerk zu schaffen.
- Besucherzahl: über 335'000
- Dauer: 11 Tage
- Gastkanton: Schwyz
- Mitwirkende am Umzug: rund 1'300
| Kenngrösse | Wert |
|---|---|
| Besucher | über 335'000 |
| Veranstaltungsdauer | 11 Tage |
| Umzugsteilnehmende | rund 1'300 |
Für die Messeverantwortlichen lautet die zentrale Aufgabe nun, das Angebot weiterzuentwickeln und zugleich kontroverse Programmpunkte verantwortungsvoll zu prüfen. Die OLMA bleibt ein Spiegelbild ländlicher und städtischer Interessen in der Schweiz: Sie vereint Landwirtschaft, Kulinarik, Handwerk und Unterhaltung auf engem Raum und bietet Raum für Diskussionen über Tradition und zeitgemässe Erwartungen.
Die nächste OLMA wird erneut das Interesse von Ausstellenden und Publikum auf sich ziehen. Bis dahin werden die Erfahrungen aus dieser Ausgabe und die anhaltenden Debatten – etwa um das Schweinerennen – die Planungen und Entscheidungen der Organisatoren mitprägen.