Ein junger Reisender aus dem Kanton Zürich hat sein ungewöhnliches Abenteuer in Glarus begonnen und ist nach knapp fünf Monaten Fahrt bis zum Nordkap gelangt. Arved Paulsen, 21, brach im Januar 2026 mit einer selbst umgebauten Ape zu der Reise auf. Die Fahrt war technisch anspruchsvoll: Dreimal musste er den Motor ersetzen, insgesamt verbrauchte er neun Pneus.
Start in Glarus aus persönlichem Anlass
Als Startort wählte Paulsen bewusst Glarus, weil dort seine Mutter wohnhaft ist. Von dort aus setzte er seine Route Richtung Norden in mehreren Etappen fort. Die Ape hatte er zum Camper umgebaut und nutzte das Dreirad als einziges Fortbewegungsmittel für die gesamte Strecke.
Technik, Pannen und Wartung unterwegs
Die technische Seite der Reise war geprägt von ständiger Wartung und Austausch verschleissfreier Teile. Paulsen gab an, dass er dreimal den Motor ersetzen musste und alle Radlager erneuerte. Bremsen und Reifen wechselte er regelmässig; am Ende standen insgesamt neun neue Pneus zu Buche. Solche Angaben belegen, wie anspruchsvoll Langstreckenfahrten mit kleinen, wenig leistungsfähigen Fahrzeugen sein können.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Dauer der Reise | rund 5 Monate |
| Start | Januar 2026, Glarus |
| Fahrzeug | Selbst umgebaute Ape (Camper) |
| Motorwechsel | 3 |
| Pneus | 9 neue |
Begegnungen mit Polizei und Wildtieren
Auf der Strecke kam Paulsen mehrmals mit der Polizei in Kontakt. In Finnland führte sein Fahrzeug offenbar zu einer Verkehrssituation mit Stau, die einen Polizeieinsatz auslöste. Die Beamten bestätigten ihm laut Aussage, dass er dabei korrekt gehandelt habe. Solche Begegnungen zeigen, dass ungewöhnliche Fahrzeuge auf nationalen Strassen für Aufmerksamkeit sorgen und gelegentlich Eingreifen der Behörden erfordern.
«Mein Ziel war es, ein Foto mit meiner Ape und dem Globus am Nordkap zu machen», sagte Arved Paulsen.
Tierische Überraschungen in Skandinavien
Zu den eindrücklichen Erlebnissen zählten etliche Wildtierbegegnungen. Paulsen berichtete, einmal sei ihm nachts ein Elch vor die Ape gelaufen. Kurz vor dem Nordkap habe er mehrere Rentiere gesehen. Solche Begegnungen gehören zu den typischen Erfahrungen beim Reisen durch Norwegen und Lappland und machen die Fahrt für viele Reisende ausserordentlich reizvoll.
Kontaktfreudige Menschen entlang der Route
Neben technischen Problemen und Naturerlebnissen blieb dem jungen Fahrer vor allem die Gastfreundschaft in Erinnerung. Er schilderte, dass ihn viele Menschen mit offenen Armen empfangen hätten und Gespräche mit Passanten häufig zustande gekommen seien. Diese Begegnungen trugen offenbar wesentlich zur positiven Bilanz seiner Reise bei.
Was die Tour für Reisende bedeutet
Paulsens Reise ist ein Beispiel dafür, wie viel Planung, technisches Verständnis und Flexibilität solche Vorhaben erfordern. Wer mit kleinen, ungewöhnlichen Fahrzeugen weite Strecken plant, sollte Ersatzteile, Kenntnisse zur Wartung und genügend Zeit einplanen. Die Tour zeigt aber auch die attraktiven Seiten: Naturerlebnisse, Kontakte und das Ziel Nordkap als symbolische Marke vieler Nordlandreisender.
Die Fahrt startete in Glarus, endete am nördlichsten Punkt Europas und blieb begleitet von technischen Herausforderungen und intensiven Begegnungen mit Menschen und Tieren. Sie steht beispielhaft für individuelle Reiseformen, die zunehmend wieder an Bedeutung gewinnen.
- Start: Januar 2026 in Glarus
- Dauer: rund 5 Monate
- Technik: 3 Motorwechsel, 9 neue Pneus
- Erlebnisse: mehrfache Polizeikontakte, Elch- und Rentierbegegnungen