Sechzig Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen Mariapfarr und St. Michael verbrachten acht Tage in England, um Sprache und Kultur vor Ort zu erleben. Organisiert wurde die Sprach- und Bildungsreise von den Schulen in Kooperation mit Reiseveranstaltern; die Gruppe reiste per Bacher-Busreisen und British Airways vom Lungau über den Flughafen Ljubljana nach London Heathrow und kehrte nach acht Tagen wieder heim.
Programm: Unterricht, Gastfamilie, Ausflüge
Im Mittelpunkt des Aufenthalts standen tägliche Vormittagsstunden in der Sprachschule in Bournemouth: Insgesamt waren es laut Angaben der Schulen 24 Stunden Englisch-Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler waren in englischen Gastfamilien integriert, sodass die Kommunikation auch außerhalb des Unterrichts überwiegend auf Englisch stattfand.
- Teilnehmer: 60 Jugendliche, begleitet von 5 Begleitpersonen
- Dauer: Acht Tage
- Unterricht: 24 Stunden Vormittagsunterricht in Bournemouth
- Unterkunft: Gastfamilien
- Ausflüge: Ganztagestouren nach London und Brighton; Halbtags-Sightseeing in Portsmouth, im Nationalpark New Forest, in Christchurch; Bootsfahrt vorbei an Old Harry Rocks nach Swanage
Die Reise bot somit eine Kombination aus formalem Sprachunterricht und praktischer Anwendung im Alltag. Die Integration in Gastfamilien sei besonders wichtig für das aktive Anwenden der Sprache und die Förderung von Selbstorganisation, so die verantwortlichen Lehrkräfte.
Organisatorischer Hintergrund und Ziele
Das Angebot dieser schulübergreifenden Sprachreise existiert seit mehr als einem Jahrzehnt und wird im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt. Die Teilnahme ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig; die Nachfrage sei jedoch durch das attraktive Programm stets hoch.
„Wir sehen unsere Sprach- und Bildungsreise als eine besondere Chance, nicht nur das Land und die Kultur kennenzulernen, sondern vor allem auch die Sprache vor Ort zu üben. ... Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein werden somit ebenso gefördert wie die Motivation des Englisch-Sprechens. Eine zweifellos wertvolle Kombination.“
Dieses Zitat stammt von Marlene Santner, Englischlehrerin und Klassenvorständin der aktuellen 4b der Mittelschule Mariapfarr. Sie organisiert die Reise von Beginn an mit und begleitete die Gruppe nun bereits zum fünften Mal.
Wirkung und pädagogische Bedeutung
Schulreisen dieser Art verfolgen neben reiner Sprachvermittlung mehrere pädagogische Ziele: Das Leben in Gastfamilien verlangt von Jugendlichen Alltagsorganisation und Selbstverantwortung — etwa beim Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel oder beim selbstständigen Umgang mit Freizeitangeboten in einer fremden Stadt. Der kombinierte Ansatz aus Unterricht und Immersion soll laut Organisatorinnen die Sprechmotivation erhöhen und kommunikative Sicherheit fördern.
Die vielfältigen Ausflüge boten zusätzlichen Kontext für kulturelles Lernen: Metropolen wie London und Küstenstädte wie Brighton vermitteln andere Facetten des Alltags und der Geschichte Englands, während Landschaftsziele wie der New Forest Raum bieten für Naturbeobachtung und lokale Besonderheiten.
Logistik und Kontinuität
Die Reiseplanung umfasste internationale Verbindungen und mehrere Transportmittel; der Hin- und Rückweg führte über Ljubljana und London Heathrow. Die wiederkehrende Durchführung im Zwei-Jahres-Takt weist auf eine institutionaliserte Kooperation zwischen den beteiligten Schulen hin und zeigt, dass das Projekt als fester Bestandteil des schulischen Angebots angesehen wird.
Konkrete Folgeaktivitäten — etwa begleitende Sprachförderung nach der Rückkehr oder Erhebungen zur langfristigen Wirkung der Reise auf Sprachkompetenz und Selbstständigkeit — wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Die Reise fand unmittelbar nach den Sommerferien statt und dauerte laut Mitteilung acht Tage; genaue Daten wurden von den Schulen nicht detaillierter veröffentlicht.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende | 60 Schülerinnen und Schüler |
| Begleiter | 5 Personen |
| Unterrichtsstunden | 24 Vormittagsstunden |
| Dauer | 8 Tage |
Die Schulen bewerten das Projekt als eine „besondere Chance“ für sprachliche und persönliche Entwicklung. Ob und wie das Modell auf weitere Schulen ausgeweitet wird, blieb offen.