In Hamburg beginnt an diesem Dienstag eine bedeutende Fachmesse für Wasserstoff und Kohlendioxid-Abscheidung. Der Veranstalter rechnet über die drei Messetage mit mehr als 20.000 Teilnehmern. Für die Branche ist die Schau eine der größten in Europa und richtet den Blick auf Zulieferer, Netzbetreiber und Energieunternehmen.
Programm und prominente Redner
Die Eröffnungsrede in den Messehallen hält am Morgen um 9.00 Uhr die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr‑Sutter (SPD) aus dem Bundesumweltministerium. Für den Nachmittag ist ein Auftritt von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher angekündigt; zeitgleich will der künftige Betreiber des Hamburger Wasserstoffnetzes, Hamburger Energienetze, gegen 15.00 Uhr einen Vertragsabschluss bekanntgeben.
Aussteller und Struktur der Messe
Als Ausrichter fungiert das britische Unternehmen Trans‑Global Events. Nach Angaben des Veranstalters sind mehr als 1.000 Aussteller angemeldet. Unter den gelisteten deutschen Unternehmen finden sich branchennahe Großakteure wie Siemens, Siemens Energy und Evonik. Die Fachmesse, die sich primär an Fachbesucher richtet, läuft über drei Tage und endet am Donnerstag. Der städtische Messebetreiber Hamburg Messe und Congress ist Partner der Veranstaltung.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Erwartete Teilnehmer | Mehr als 20.000 |
| Angemeldete Aussteller | Mehr als 1.000 |
| Dauer | Drei Tage |
Bedeutung für Energiewende und Industrie
Die Messe bündelt Technologieanbieter und Infrastrukturakteure, die für den Ausbau von Wasserstoffwirtschaft und CO2‑Abscheidung relevant sind. Solche Plattformen dienen nicht nur dem Produkt‑ und Technologietransfer, sondern sind auch Treffpunkt für Vertragsabschlüsse zwischen Kommunen, Netzbetreibern und Industrie. Die angekündigte Vertragsmeldung der Hamburger Energienetze zeigt, dass neben Produktpräsentationen auch konkrete Implementierungsschritte behandelt werden.
- Die Veranstaltung ist nach Angaben des Veranstalters eine der größten Wasserstoffmessen Europas.
- Ausstellerliste umfasst große deutsche Energie‑ und Chemieunternehmen.
- Politische Repräsentanz signalisiert Bedeutung für energie‑ und klimapolitische Steuerung.
Für Österreichs Wirtschaftspolitik sind solche Messen ebenfalls relevant: Sie spiegeln Lieferketten, Investitionsinteressen und technologische Standards wider, die auch heimische Zulieferer und Netzbetreiber betreffen können. Zwar findet die Schau in Hamburg statt, doch Entscheidungen über Netzinfrastruktur und Lieferverträge haben grenzüberschreitende Auswirkungen — etwa bei Komponentenlieferungen, Projektpartnerschaften und Exportmöglichkeiten für technische Dienstleister.
Die Messe zog 2024 nach Hamburg; zuvor war sie in Bremen angesiedelt. Damit hat sie bereits eine geographische Wandlung hinter sich, gewachsen an Teilnehmerzahlen und Branchenbedeutung. Für Fachbesucher bietet die Veranstaltung eine Gelegenheit, Marktentwicklungen zu beobachten, Partnerschaften zu schließen und politische Signale zu interpretieren, die den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur steuern.
Inhaltlich bleibt abzuwarten, welche konkreten Vereinbarungen über die Messe hinaus Bestand haben und welche Signale die Politik vor Ort sowie die großen Aussteller setzen. Die angekündigte Bekanntgabe eines Vertrags durch die Hamburger Energienetze wird als frühes Indiz dafür gelten, in welchem Tempo Projekte der Wasserstoffwirtschaft in die Umsetzungsphase treten.
Die Fachmesse richtet sich primär an Brancheninsider; öffentliche Besuchertage sind nicht der Fokus. Ihre Bedeutung bemisst sich weniger an Publikumsverkehr als an verhandelten Partnerschaften, technologischer Sichtbarkeit und den praktischen Schritten zur Umsetzung von Wasserstoff‑ und CO2‑Technologien.