Langfristige Investition in Fachkräfte
Die Pöttinger-Lehrwerkstätte in Grieskirchen besteht seit 55 Jahren und gilt im Werk als zentrale Säule der Fachkräftesicherung. Das Grieskirchner Landtechnikunternehmen hat heuer den Lehrstart erneut genutzt: Insgesamt haben 15 handwerkliche sowie 7 kaufmännische Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen. Damit bildet Pöttinger weiterhin eine bedeutende Grundlage für berufliche Ausbildung im Bezirk.
Die strukturierte Lehrlingsausbildung begann nach Unternehmensangaben 1971 mit einer ersten Werkstätte im Werk eins im Zentrum von Grieskirchen. Seither wurde die Ausbildung permanent an technische und organisatorische Erfordernisse angepasst. 1992 wurde die Werkstätte in die heutige Zentrale am Stadtrand verlegt; seitdem erfolgten fortlaufende Modernisierungen, die die Einrichtung zu einer modernen Ausbildungsstätte entwickelten.
Praxisorientierte Inhalte und Entwicklung
Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf Grundfertigkeiten wie Feilen, Bohren, Gewindeschneiden, Drehen, Schmieden, Hobeln und Sägen; auch Holzbearbeitung gehörte damals zum Programm. Diese Grundlagen sind weiterhin Teil der handwerklichen Ausbildung, ergänzt durch heutige Anforderungen der Landtechnikbranche. Die Kombination aus handwerklicher Präzision und kaufmännischer Ausbildung zielt darauf ab, betriebsinterne Perspektiven für Absolventinnen und Absolventen zu schaffen.
- Gründungsjahr der Lehrwerkstätte: 1971
- Umzug an den heutigen Standort: 1992
- Aktuell neu eingetretene Lehrlinge: 22 (15 handwerklich, 7 kaufmännisch)
„Pöttinger-Lehrwerkstätte“
Lehrstellenfest(ival) als Bindeglied zur Region
Am Donnerstag, dem 5. November 2026, veranstaltet Pöttinger in Grieskirchen erneut das groß angelegte Lehrstellenfest(ival). Die Veranstaltung wird von den Lehrlingen selbst organisiert und umgesetzt. Sie richtet sich an Jugendliche und deren Eltern und bietet Informationen zu den Lehrberufen, zur Ausbildung bei Pöttinger sowie zu den beruflichen Perspektiven nach Abschluss der Lehre. Bestandteil des Programms ist eine Besichtigungstour durch die Lehrwerkstätte, die Einblicke in Ausbildungsinhalte und Arbeitsprozesse geben soll.
Wirtschaftliche und regionale Bedeutung
Für die lokale Wirtschaft hat die Lehrwerkstätte mehrere Funktionen: Sie dient als Nachwuchsquelle für das Unternehmen, als Qualifizierungsort für handwerkliche und kaufmännische Berufe und als Schnittstelle zur regionalen Lehrlingslandschaft. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftebedarfs in technischen Berufen gewinnt eine derartige, langfristig betrieben Ausbildungseinrichtung an Bedeutung. Die jährliche Aufnahme neuer Lehrlinge zeigt, dass Pöttinger seine Ausbildungsleistung fortsetzt und damit Beschäftigungs- wie Standortstabilität in Grieskirchen unterstützt.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1971 | Eröffnung der ersten Lehrwerkstätte im Werk eins (Zentrum Grieskirchen) |
| 1992 | Verlegung an den heutigen Standort in der Pöttinger-Zentrale am Stadtrand |
| 2026 | 55-jähriges Bestehen; Lehrstellenfest(ival) am 5. November |
Die Tatsache, dass die Lernenden das Lehrstellenfest selbst organisieren, verdeutlicht den Praxisbezug der Ausbildung und fördert Kompetenzen wie Projektmanagement und Teamarbeit. Für Grieskirchen ist die Lehrwerkstätte damit mehr als ein innerbetriebliches Ausbildungszentrum: Sie ist ein Instrument regionaler Arbeitsmarktpolitik und Berufsorientierung.
Informationen zum Lehrstellenfest(ival) und zur Anmeldung (sofern vorgesehen) werden üblicherweise über die Unternehmenskommunikation von Pöttinger veröffentlicht; Interessierte aus Grieskirchen und Umgebung können sich dort weitergehend informieren.