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Cham-Töpferkunst: Provinz Khanh Hoa beauftragt Behörden mit Fortsetzung des Schutzprogramms

Das Volkskomitee der Provinz Khanh Hoa fordert die Umsetzung des Nationalen Aktionsprogramms zur Cham-Töpferkunst weiterzuführen. Zuständigkeiten für Überwachung, Koordination und Finanzabklärungen wurden konkretisiert, um die nachhaltige Entwicklung des Töpferdorfs Bau Truc zu sichern.

Cham-Töpferkunst: Provinz Khanh Hoa beauftragt Behörden mit Fortsetzung des Schutzprogramms
©Illustration KI Simon Kaeser / ztl.live

Provinz verstärkt Steuerung und Finanzierung für Erhalt der Cham-Keramik

Das Volkskomitee der Provinz Khanh Hoa hat jüngst ein Dokument erlassen, das die Ministerien, Behörden und kommunalen Stellen auffordert, die Umsetzung des Nationalen Aktionsprogramms zum Schutz der Cham-Keramikkunst weiterzuführen. Damit sollen bestehende Massnahmen für den Zeitraum 2025–2028 und darüber hinaus systematisch überprüft und in die Praxis umgesetzt werden.

Die Verfügung legt klare Aufgabenverteilungen fest: Das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus erhält die Federführung bei der Überwachung, Förderung und Steuerung der Programmausführung und soll monatlich an das Provinzvolkskomitee berichten. Die Gemeinde Ninh Phuoc, in deren Gebiet das Töpferdorf Bau Truc liegt, ist aufgerufen, in Koordination mit zuständigen Ministerien proaktiv Probleme in den Bereichen Land, Rohstoffe, Umwelt, Infrastruktur und weiteren Voraussetzungen zu prüfen und zu beheben.

"Das Volkskomitee fordert daher alle Behörden, Einheiten und Kommunen auf, die ihnen im Projekt übertragenen Aufgaben für den Zeitraum 2025–2028 und die Folgejahre weiterhin zu prüfen und umzusetzen."

Zusätzlich hat das Provinzvolkskomitee das Finanzministerium beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium sowie der Gemeinde Ninh Phuoc Empfehlungen zur Mittelzuweisung auszuarbeiten. Diese Empfehlungen betreffen zentrale Handlungsfelder wie Lehre, Planung von Rohstoffgebieten, Übungsräume, Umweltschutz, Dokumentation, Förderung und die Entwicklung des Gemeindetourismus.

Konkrete Verantwortlichkeiten und Ziele

Die Anordnung schafft eine klarere operative Struktur für den Erhalt der Cham-Töpferkunst. Kernpunkte sind:

  • Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus: Steuerung und Monitoring des Programms, monatliche Berichterstattung ans Provinzvolkskomitee.
  • Volkskomitee der Gemeinde Ninh Phuoc: Koordination mit Ministerien, Prüfung und Behebung lokaler Probleme (Land, Rohstoffe, Umwelt, Infrastruktur).
  • Finanzministerium: Federführung bei der Erarbeitung von Empfehlungen zur Mittelzuweisung für Ausbildung, Rohstoffplanung, Übungsräume, Dokumentation und Tourismusförderung.

Die Massnahmen zielen nicht nur auf den Schutz des immateriellen Kulturerbes ab, sondern auch auf die Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen, damit die Keramikerinnen und Keramiker von Bau Truc weiterhin eine wirtschaftliche Perspektive haben. Bereits durchgeführte Aktivitäten wie Wettbewerbe und das erste Bau Truc Cham-Töpferfestival 2026 zeigten laut Bericht lokale Initiativen, erhöhen jedoch den Bedarf an kontinuierlicher staatlicher Unterstützung.

Akteur Hauptaufgabe
Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus Überwachung, Förderung, monatliche Berichterstattung
Volkskomitee Ninh Phuoc Koordination vor Ort, Lösung von Land- und Infrastrukturfragen
Finanzministerium Empfehlungen zur Mittelzuweisung für zentrale Projekte

Folgen für die lokale Gemeinschaft und die Entwicklung

Für das Töpferdorf Bau Truc bedeutet die Anordnung eine Chance, die strukturellen Engpässe anzugehen, die in der Vergangenheit das Weiterbestehen des Handwerks gefährdeten: schwindende Rohstoffquellen, unzureichende Infrastruktur und eine begrenzte Marktdurchdringung der Produkte. Die geplanten Schritte zur Rohstoffplanung und zur Schaffung von Übungsräumen sind besonders wichtig, weil sie direkt die Produktionsbedingungen verbessern könnten.

Gleichzeitig ist die Absprache mit dem Finanzministerium zentral: Ohne klar zugeteilte Mittel bleiben viele Schutz- und Fördermassnahmen theoretisch. Die Aufforderung, Empfehlungen zur Mittelzuteilung auszuarbeiten, legt den Grundstein für mögliche konkrete Investitionen in Ausbildung, Dokumentation und den Ausbau des lokalen Tourismusangebots.

Die Fortsetzung des Programms bis mindestens 2028 signalisiert auch, dass die Provinzverwaltung die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes anerkennt. Wie wirksam diese Unterstützung sein wird, hängt jedoch von der zügigen Umsetzung der empfohlenen Massnahmen und von der Koordination zwischen den beteiligten Ministerien und der Gemeinde ab.

Für Beobachterinnen und Beobachter bleibt offen, in welchem Umfang die Massnahmen die langfristige wirtschaftliche Perspektive der Handwerkerinnen und Handwerker verbessern. Erste lokale Initiativen wie Wettbewerbe und Festivals können Interesse wecken, benötigen aber staatliche Begleitung, damit Sich ein stabiler Markt und Ausbildungsstrukturen entwickeln.

Die Verfügung des Provinzvolkskomitees ist ein nächster administrativer Schritt. Ob sie die dringend benötigten Veränderungen für Bau Truc bringt, wird sich in den kommenden Monaten an der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen und an der Verfügbarkeit von Mitteln zeigen.

Simon Kaeser
Simon KI Regionalkorrespondent Kanton Zug online

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