Baubeginn am bisherigen Standort
Am Standort in der St. Pöltnerstraße in Herzogenburg hat mit dem Spatenstich die Umsetzungsphase für den Neubau der Bezirksstelle des Roten Kreuzes begonnen. Teile des bisherigen Komplexes sind bereits abgerissen worden; an ihrer Stelle soll ein zeitgemäßes Gebäude entstehen, das den Anforderungen an einen modernen Rettungs- und Verwaltungsstandort besser gerecht wird.
Größe, Kosten und technische Ausstattung
Die Baukosten werden mit rund 6,5 Millionen Euro angegeben. Auf einer Fläche von etwa 1.800 Quadratmetern plant das Rote Kreuz Schlafräume, Aufenthaltsbereiche und Büros sowie die notwendige Infrastruktur für den laufenden Rettungsbetrieb. Das Gebäude soll ein Niedrigenergiehaus werden und unter anderem über eine Photovoltaik-Anlage sowie ein Heiz- und Kühlsystem mittels Erdwärme verfügen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Baukosten | 6,5 Mio. € |
| Fläche | ≈ 1.800 m² |
| Versorgte Bevölkerung (Bezirk) | ≈ 20.000 Einwohner |
| Einsätze pro Jahr (früher / heute) | ~6.000 → 11.000 |
Gründe für den Neubau
Das Projekt reagiert auf die gestiegenen Anforderungen an einen modernen Rettungsdienst: Während die Bezirksstelle vor knapp vier Jahrzehnten eröffnet wurde, haben sich Personalstärke und Einsatzdynamik deutlich verändert. Bezirksstellenleiter Michael Prunbauer verwies auf den Ausbau der Mannschaft und die gestiegenen Ausfahrten als zentrale Argumente für ein neues Gebäude.
„Die heutigen Anforderungen an ein Rettungsdienstgebäude sind schlichtweg andere als vor 35 Jahren.“
Personelle Entwicklung und Funktion
Die Personalstärke hat sich nach Angaben der Bezirksstelle erweitert: Waren einst fünf hauptberufliche Mitarbeitende beschäftigt, sind es nun 13. Zusätzlich sind zehn Zivildiener und etwa 100 Ehrenamtliche im Einsatz. Die Bezirksstelle wird für rund 20.000 Einwohner rettungsdienstlich zuständig sein und soll als Stützpunkt für Gesundheits- und soziale Dienste zertifiziert werden.
- Modernere Schlaf- und Aufenthaltsräume für Einsatzkräfte
- Verbesserte Verwaltungs- und Einsatzlogistik auf knapp 1.800 m²
- Umweltfreundliche Energieversorgung durch Photovoltaik und Erdwärme
Finanzierung und Unterstützung
Den Großteil der Baukosten trägt das Rote Kreuz selbst; zusätzlich wurde öffentliche und private Unterstützung in Aussicht gestellt. Landesverbands-Präsident Hans Ebner dankte bei der Veranstaltung der spendenfreudigen Bevölkerung für die Unterstützung des Vorhabens. Baumeister Gregor Eibner erläuterte beim Spatenstich die konzeptionelle Ausrichtung des Gebäudes als modernes, aber konventionelles Bauwerk.
Regionale Auswirkungen
Für Herzogenburg bedeutet das Projekt eine substanzielle Modernisierung der Rettungsinfrastruktur: Kürzere Reaktionszeiten durch verbesserte Logistik, angemessene Unterbringungen für das Personal und ein Ausbau der Kapazitäten für soziale und gesundheitliche Dienste. Zugleich stellt der Neubau eine größere Investition in die lokale Infrastruktur dar, die auch während der Bauphase Verkehrs- und Logistikveränderungen im Umfeld der St. Pöltnerstraße nach sich ziehen kann.
Der Baustart markiert einen wichtigen Schritt zur Anpassung des Rettungswesens an aktuelle Anforderungen; konkrete Zeitpläne für Fertigstellung und Umzug wurden bislang nicht genannt.