Der Bund bringt per 2. November 2026 die neue biometrische Identitätskarte in Umlauf. Das Dokument enthält, ähnlich dem seit 2010 biometrisierten Reisepass, einen Datenchip mit einem digitalen Gesichtsfoto und zwei Fingerabdrücken. Die Neuerung zielt darauf ab, den Schutz gegen Identitätsmissbrauch zu erhöhen und die internationalen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Beschränkte Ausgabestellen im Baselbiet
Für Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Basel-Landschaft hat die Umstellung konkrete Folgen: Die biometrische ID kann nur über das kantonale Passbüro beantragt werden. Als Hauptstelle fungiert das Passbüro des Kantons an der Mühlegasse 8 in Liestal. Ergänzend steht eine Aussenstelle in Basel-Stadt zur Verfügung. Diese Aussenstelle wechselt laut Mitteilung kurzfristig ihren Standort: Bis zum 28. Oktober am Spiegelhof, ab dem 2. November provisorisch an der Schwarzwaldallee.
Wer im Baselbiet eine Identitätskarte ohne Chip wünscht, kann diese weiterhin bei den Einwohnerdiensten der Wohnsitzgemeinde beantragen. Allerdings haben einzelne Gemeinden angekündigt, dieses Angebot zugunsten der neuen Abläufe mittelfristig einzustellen — ein Umstand, der die Wege für Antragstellende verlängern kann.
Freiwilligkeit und Reisehinweis
Die Wahl zwischen biometrischer und klassischer, nicht-chipbasierter Identitätskarte bleibt freiwillig. Für den ausschliesslichen Gebrauch innerhalb der Schweiz genügt weiterhin die nicht-biometrische Variante. Für Reisen in die Europäische Union empfiehlt der Bund jedoch die biometrische Karte. Bereits ausgestellte, nicht-biometrische Identitätskarten behalten für EU-Reisen ihre Gültigkeit bis zu ihrem regulären Ablaufdatum.
Kombiantrag mit Reisepass und Online-Abwicklung
Personen, die gleichzeitig einen neuen Reisepass benötigen, wird ein Kombiantrag empfohlen. Die Abwicklung dieser Anträge erfolgt ausschliesslich über das kantonale Passbüro. Die dafür genutzte Plattform ist www.schweizerpass.ch, über die sowohl biometrische IDs als auch Reisepässe beantragt werden müssen.
Sicherheit und Abgrenzung zur e-ID
Die neue biometrische Identitätskarte ist nicht mit der elektronischen Identität (e-ID) zu verwechseln. Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche, voneinander unabhängige Produkte. Während die biometrische ID physische biometrische Daten auf einem Chip speichert, ist die e-ID eine digitale Lösung für die Online-Identifikation.
- Einführungsdatum: 2. November 2026
- Enthaltene biometrische Merkmale: digitales Gesichtsfoto, zwei Fingerabdrücke
- Ausgabestellen im Kanton: Passbüro Mühlegasse 8, Liestal; Aussenstelle Basel-Stadt (Spiegelhof bis 28.10.; Provisorium Schwarzwaldallee ab 02.11.)
- Alternative: Nicht-biometrische ID weiterhin bei Einwohnerdiensten (sofern Gemeinde Angebot behält)
Was Betroffene jetzt beachten sollten
Für Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Basel-Landschaft empfiehlt es sich, vor einem Antrag folgende Punkte zu prüfen:
- Ob eine biometrische ID für geplante Auslandsreisen in die EU sinnvoll ist.
- Ob die Wohnsitzgemeinde noch nicht-biometrische IDs ausstellt oder das Angebot bereits eingestellt hat.
- Ob ein Kombiantrag mit Reisepass nötig ist — diese Anträge laufen ausschliesslich über das kantonale Passbüro und die Plattform www.schweizerpass.ch.
| Standort | Hinweis |
|---|---|
| Mühlegasse 8, Liestal | Hauptsitz des kantonalen Passbüros – biometrische ID beantragen |
| Basel-Stadt (Spiegelhof) | Ausgabestelle bis 28.10.2026 |
| Basel-Stadt (Schwarzwaldallee) | Provisorium ab 02.11.2026 |
Die Umstellung auf biometrische Identifikationsmittel ist Teil einer längerfristigen Entwicklung: Bereits im März 2010 wurde der Schweizer Reisepass mit der sogenannten Pass 10-Generation komplett biometrisiert, um die Sicherheitsanforderungen des Schengen-Raums zu erfüllen. Die Ausweitung dieser Technologie auf die Identitätskarte folgt nun denselben Zielen: höhere Fälschungssicherheit und bessere Kompatibilität mit internationalen Standards.
Für Personen mit Fragen zu Fristen, Terminen oder Abläufen ist es ratsam, sich frühzeitig beim kantonalen Passbüro oder den Einwohnerdiensten zu informieren. Insbesondere bei Gemeinden, die das Angebot für nicht-biometrische IDs einschränken, können sich zusätzliche Wege und Wartezeiten ergeben.
Die Einführung der biometrischen Identitätskarte verändert damit nicht nur die Technik des Ausweises, sondern auch die organisatorischen Abläufe bei Anträgen im Kanton Basel-Landschaft.