Wien hat eine neue digitale Vermittlungsplattform für planbare Hüft‑ und Knieoperationen gestartet. Mit op-termin.wien sowie der Anmeldung über die Gesundheitsberatung 1450 sollen Wienerinnen und Wiener mit einer fachärztlichen Überweisung rascher einen passenden OP‑Termin finden. In der laufenden Testphase wurden nach Angaben der Betreiber bereits über 245 OP‑Termine und mehr als 460 Erstgespräche vereinbart; die ersten 25 Operationen haben stattgefunden.
Was die Plattform bietet
Die Plattform richtet sich an Patientinnen und Patienten, die eine fachärztliche Zuweisung für einen Hüft‑ oder Kniegelenksersatz haben. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Zuweisung hochladen und zwischen zwei Prioritäten wählen: ein möglichst früher Termin oder ein Termin in einer bevorzugten Klinik.
- Anmeldung über op-termin.wien oder telefonisch über 1450.
- Hochladen der fachärztlichen Zuweisung.
- Wahl: früher Termin oder Wunsch‑Klinik.
- Erstgespräche werden in der Regel innerhalb von 21 Tagen angeboten.
Erste Bilanz der Testphase
Seit dem Start der Testphase im Mai 2026 wurden die Abläufe zwischen beteiligten Kliniken und 1450 etabliert, so die Verantwortlichen. Die Plattform habe sich in den ersten Monaten als praktikabel erwiesen: Mehr als 245 OP‑Termine und über 460 Erstgespräche wurden vermittelt, die meisten Erstgespräche finden demnach innerhalb von drei Wochen statt. Pro Jahr könnten über knapp 3.000 Erstgespräche über das System vergeben werden, heißt es.
„Bei einer Hüft- oder Knie-OP soll für Patientinnen und -Patienten nicht entscheidend sein, wie gut sie sich im Gesundheitssystem auskennen. Der Zugang muss leicht, transparent und fair sein. Genau das stellen wir mit der neuen OP‑Plattform sicher.“
— Gesundheitsstadtrat Peter Hacker
Praktische Auswirkungen für Patientinnen und Patienten
Für Betroffene bedeutet die Plattform vor allem eines: mehr Vergleichbarkeit und schnellere Termine, wenn sie bei der Wahl der Klinik flexibel bleiben. Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes, weist darauf hin, dass eine flexible Klinikwahl zu deutlich kürzeren Wartezeiten führen kann.
Ein im Artikel genanntes konkretes Beispiel zeigt einen typischen Ablauf: Bei Anmeldung über 1450 erhält eine Person innerhalb weniger Tage ein Erstgespräch; je nach Präferenz kann dies rasch zu einem OP‑Termin führen. Die Plattform soll damit die bisher oft intransparente Terminvergabe vereinfachen und für planbare Eingriffe einheitliche Abläufe schaffen.
Daten im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| OP‑Termine in Testphase | >245 |
| Erstgespräche vermittelt | >460 |
| Erste Operationen | 25 |
| Erstgespräch—Zielzeit | 21 Tage (in der Regel) |
| Kapazität pro Jahr (Erstgespräche) | knapp 3.000 |
Offene Fragen und Ausblick
Die Testphase diente dazu, Abläufe zwischen den beteiligten Kliniken und der Gesundheitsberatung 1450 zu erproben und Erfahrungen zu sammeln. Technische Weiterentwicklungen und organisatorische Anpassungen sind geplant, um die Plattform langfristig zu betreiben und die Kapazitäten auszubauen. Kritische Punkte bleiben die tatsächliche Reduktion von Wartezeiten für alle Patientengruppen und die Sicherstellung, dass kleinere Kliniken nicht benachteiligt werden.
Für Wienerinnen und Wiener mit fachärztlicher Zuweisung bietet das Angebot heuer einen direkten Weg zur Terminvereinbarung. Wer betroffen ist, sollte die Zuweisung bereithalten und sich über op-termin.wien oder die Rufnummer 1450 informieren.