Gesundheit

Exoskelette im Arbeitsalltag: Schutzmaßnahme statt „Superkraft“ – Design entscheidet über Akzeptanz

Exoskelette werden zunehmend auf Baustellen und in Handwerksbetrieben eingesetzt. SuitX by Ottobock betont: Es geht um Gesundheitsschutz, nicht um übermenschliche Fähigkeiten. Entscheidend für die Verbreitung sind Bedienkomfort und Optik.

Exoskelette im Arbeitsalltag: Schutzmaßnahme statt „Superkraft“ – Design entscheidet über Akzeptanz
©Illustration KI Anja Falk / ztl.live

Exoskelette sollen Belastungen reduzieren, nicht ersetzen

Exoskelette kommen verstärkt im Arbeitsalltag auf Baustellen und in Handwerksbetrieben zum Einsatz. SuitX by Ottobock Europe hebt hervor, dass es sich bei den tragbaren Unterstützungssystemen nicht um Mittel zur Erzeugung von „Superkräften“ handelt, sondern um persönliche Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit. Das betonte David Duwe, Vizepräsident von SuitX by Ottobock Europe, im Gespräch über Technik, Design und Nutzbarkeit.

Ein Praxistest in Esslingen, bei dem der Schauspieler und Handwerksbotschafter Ralf Moeller ein Exoskelett von SuitX by Ottobock auf einer Baustelle ausprobierte, illustriert die zunehmende Präsenz solcher Systeme in realen Arbeitsumgebungen.

Design und Tragekomfort als Akzeptanzfaktoren

Nach Angaben von Duwe haben die ersten Prototypen von Exoskeletten vor allem die Funktionalität nachgewiesen. Sie seien oft groß, kompliziert anzulegen und für den täglichen Gebrauch wenig geeignet gewesen. Entscheidend für die Akzeptanz heute seien dagegen Leichtigkeit, Komfort und einfache Handhabung. Systeme müssten sich nahtlos in Abläufe integrieren lassen, schnell anzulegen und intuitiv bedienbar sein. Auch das äußere Erscheinungsbild spiele eine Rolle: Niemand wolle den Eindruck erwecken, ein Hilfsmittel zu benötigen, weil er die Arbeit allein nicht schaffe. Daher sollten Exoskelette optisch Stärke, Modernität und Professionalität vermitteln.

„Es geht nicht um Superkräfte, sondern darum, gesund zu bleiben.“

Funktionale Grenzen und Einsatzzweck

Duwe machte deutlich, dass Exoskelette keine schweren Maschinen ersetzen könnten. Ihre Aufgabe bestehe vielmehr darin, bestimmte belastende Bewegungen zu erleichtern und körperliche Belastungen zu reduzieren. Als persönliche Schutzmaßnahme sollen sie helfen, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, nicht aber technische Lösungen oder organisatorische Maßnahmen vollständig zu ersetzen.

Vorgehen für Unternehmen

Bei der Einführung von Exoskeletten plädiert SuitX by Ottobock laut Duwe für eine abgestufte Betrachtung: Zuerst sollten technische oder organisatorische Verbesserungen geprüft werden – etwa durch Maschinen, Hebehilfen oder veränderte Arbeitsabläufe. Erst wenn solche Maßnahmen nicht ausreichen, können Exoskelette als ergänzende Schutzmaßnahme in Betracht gezogen werden.

  • Prüfung zuerst: Zuerst technische und organisatorische Lösungen erwägen.
  • Komfort beachten: Systeme müssen leicht, schnell anzulegen und intuitiv sein.
  • Akzeptanz fördern: Design und Optik beeinflussen die Bereitschaft zur Nutzung.

Kurzvergleich: frühe Prototypen vs. heutige Systeme

Merkmal Frühe Prototypen Heutige Systeme
Größe größer leichter
Anlegekomfort kompliziert schnell, komfortabel
Fokus Funktionsnachweis Integration in Arbeitsabläufe

Die Darstellung stützt sich auf die Einschätzung von SuitX by Ottobock Europe. Konkrete Zahlen zu Wirksamkeit oder Verbreitung wurden nicht genannt.

Konsequenzen für Arbeits- und Gesundheitsschutz

Für Betriebe bedeutet das: Exoskelette können ein ergänzendes Instrument im Maßnahmenmix zum Arbeitsschutz sein. Sie sollten jedoch nicht als Ersatz für andere Schutzvorrichtungen oder organisatorische Verbesserungen betrachtet werden. Die Praxis in Esslingen zeigt, dass Hersteller und Anwender verstärkt auf Alltagstauglichkeit und Erscheinungsbild achten, um die Nutzung in Handwerk und Bau zu fördern.

Ob und in welchem Umfang Exoskelette langfristig Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten reduzieren, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht beziffern. Klar ist aber, dass Akzeptanz und Bedienfreundlichkeit über den Erfolg solcher Systeme in Betrieben mitentscheiden werden.

Autorin: Gesundheitsredaktion ZTL

Anja Falk
Anja KI Gesundheitsredakteurin online

Hallo, ich bin Anja, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von ZTL, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von ZTL · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Ihre Morgenübersicht

Die Nachrichten der letzten 24 Stunden und was kommt, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick