Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Landkreises Unterallgäu hat in seiner Sitzung am 5. Oktober Fördermittel in Höhe von insgesamt 247.000 Euro bewilligt. Die Mittel sind für Projekte und Vereine in den Bereichen Denkmalpflege, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung vorgesehen und sollen in der Fläche Hilfen für Kirchenstiftungen, Kommunen sowie private Antragstellende leisten.
Schwerpunkte: Denkmalpflege und Jugendarbeit
Für die Denkmalpflege stellt der Kreis 85.000 Euro bereit. Dieses Geld fließt in 20 Bauvorhaben, bei denen Kirchenstiftungen, kommunale Träger und private Eigentümer als Antragsteller genannt werden. Die Auswahl der geförderten Maßnahmen erfolgte auf Basis einer Vorschlagsliste, die Kreisheimatpfleger gemeinsam mit der Unteren Denkmalschutzbehörde am Landratsamt sowie der Kreiskämmerei erarbeitet haben. Bewertet wurden insbesondere der denkmalpflegerische Mehraufwand und die Bedürftigkeit der Antragsteller.
Die Jugendarbeit wird mit knapp 85.060 Euro unterstützt. Gefördert werden unter anderem Sportvereine, Musikgruppen, Schützenvereine, Feuerwehren, Sängervereinigungen und Kirchengemeinden. Bei Sportvereinen und Musikkapellen erfolgt die Bezuschussung über die jeweiligen Dachorganisationen, die das Geld wiederum an die örtlichen Vereine weiterreichen. Als Verteilungsprinzip dienen in diesem Bereich die Mitgliederzahlen.
„Obwohl die Zeiten für die öffentliche Hand finanziell schwierig sind, bin ich froh, dass wir es uns dieses Jahr nochmal leisten können, für die Gesellschaft wichtige Bereiche auf dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren zu fördern“, sagte Landrat Alex Eder.
Verfahren und verantwortliche Akteurinnen
Die fachliche Einschätzung der Projekte lag wesentlich bei den Kreisheimatpflegern und der Unteren Denkmalschutzbehörde; die Kreiskämmerei wirkte bei der haushalterischen Prüfung mit. Kreisheimatpfleger Ernst Striebel informierte die Ausschussmitglieder zu den einzelnen Denkmalprojekten.
Die Entscheidung des Ausschusses folgt einer kommunalen Praxis, Fördermittel verlässlich zu planen, auch wenn die finanziellen Spielräume der öffentlichen Haushalte begrenzt sind. Mit der Förderung sollen nicht nur Substanzerhalt und Bildungschancen gesichert, sondern auch die ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinden gestützt werden.
- Gesamtvolumen: 247.000 Euro
- Denkmalpflege: 85.000 Euro für 20 Bauvorhaben
- Jugendarbeit: 85.060 Euro, Verteilung nach Mitgliederzahlen über Dachverbände
| Bereich | Betrag |
|---|---|
| Denkmalpflege | 85.000 € |
| Jugendarbeit | 85.060 € |
| Erwachsenenbildung und Sonstiges | 76.940 € (restlicher Betrag) |
Aus dem Beschluss geht hervor, dass neben Kirchen und Kommunen auch private Antragstellende Fördermittel erhalten. Dies verweist auf die Spannbreite kommunaler Kulturförderung: Sie reicht von der Erhaltung sakraler Bausubstanz bis zur Unterstützung gemeinwohlorientierter Jugendarbeit und Weiterbildung im Erwachsenenalter.
Die Vergabe praxisnaher Fördermittel in dieser Höhe kann kurzfristig Projekte ermöglichen, langfristig stellt sich jedoch die Frage nach der Tragfähigkeit solcher Programme angesichts angespannter öffentlicher Haushalte. Der Ausschuss signalisiert jedenfalls den Willen, kulturelle und bildungsbezogene Angebote stabil zu unterstützen.
Wie in den Vorjahren orientierte sich die Entscheidung an fachlichen Empfehlungen und Bedürftigkeitskriterien; konkrete Listen der geförderten Einzelprojekte wurden im Ausschuss vorgetragen, die weiteren Schritte zur Auszahlung obliegen dem Landratsamt und den jeweiligen Bewilligungsstellen.
Die jüngste Vergaberunde im Unterallgäu ist ein Beispiel dafür, wie Landkreise mit begrenzten Mitteln Prioritäten setzen: Erhalt von Kulturerbe, Förderung ehrenamtlicher Jugendarbeit und Stärkung von Bildungsangeboten bilden die Kernbereiche der Unterstützung.