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Kriens-Luzern verpasst hauchdünn Hauptrunde der Champions League – bleibt in EL-Playoffs

Kriens-Luzern verliert zuhause gegen Kielce 30:32 und verpasst damit die Champions-League-Hauptrunde. Die Innerschweizer sichern sich allerdings Rang 3 und damit die Teilnahme an den Playoffs der European League.

Kriens-Luzern verpasst hauchdünn Hauptrunde der Champions League – bleibt in EL-Playoffs
©Illustration KI Philipp Rohrbach / ztl.live

Kriens-Luzern hat am Mittwochabend eine knappe und bittere Niederlage in der Gruppenphase der Champions League hinnehmen müssen. Im Heimspiel gegen den polnischen Spitzenclub Kielce unterlagen die Innerschweizer mit 30:32. Damit steht vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen Magdeburg bereits fest, dass Kriens-Luzern die Hauptrunde nicht erreichen wird. Der Klub beendet die Vorrunde auf Rang 3 und qualifiziert sich für die Playoffs der European League.

Verlauf einer ausgeglichenen Partie

Die Begegnung verlief über weite Strecken ausgeglichen. Kriens-Luzern blieb stets in Reichweite des polnischen Favoriten und hielt das Spiel offen. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 17:19 zurück. Kurz nach Wiederbeginn gelang der Ausgleich zum 21:21, nicht zuletzt dank zweier starker Paraden des Torhüters Kristian Pilipovic, der phasenweise den Unterschied zu machen schien.

Ein einschneidender Moment folgte wenige Minuten später: Mit Jerome Müller verlor das Team seinen bis dahin besten Skorer nach einem Foulspiel und einer daraus resultierenden Zeitstrafe. Die Unterzahl traf die Innerschweizer empfindlich. Dennoch kämpfte sich die Mannschaft bis zum 30:30 heran und hatte noch Chancen, das Spiel zu drehen. Die letzte Offensive in Unterzahl brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg, und Kielce setzte sich letztlich mit zwei Toren Differenz durch.

Konsequenzen für die weitere Saison

Durch die Niederlage ist die Ausgangslage in der Gruppe vor dem letzten Spiel klar: Magdeburg bleibt Tabellenführer, Kielce auf Rang 2. Kriens-Luzern kann die Polen nicht mehr auf Platz 2 verdrängen, da die Direktbegegnungen den Ausschlag geben (Hinspiel 29:30 zugunsten Kielce). Der dritte Rang berechtigt zur Teilnahme an den Playoffs der European League – ein Trostpflaster, das dem Team internationale Wettbewerbserfahrung erhält, aber nicht dem ursprünglich angestrebten Weiterkommen in der Champions League entspricht.

  • Platz 3 in der Gruppe sichert die Teilnahme an den EL-Playoffs.
  • Die Hauptrunde der Champions League ist nach fünf Spielen für Kriens-Luzern nicht mehr erreichbar.
  • Das abschliessende Gruppenspiel gegen Magdeburg hat damit sportlich keine Bedeutung mehr für das Weiterkommen.

Spielerische Analyse

Kriens-Luzern zeigte in einzelnen Phasen hohe Qualität: Abwehrarbeit und Torhüterleistungen ermöglichten immer wieder den Anschluss an den Favoriten. Gleichzeitig offenbarte das Team Schwächen bei personellen Ausfällen und in der Schlussphase unter Drucksituationen. Die Platzverweisung gegen Müller wirkte sich nicht nur numerisch, sondern auch psychologisch aus. Trotz dieser Rückschläge bewahrte das Team Moral und Kampfgeist bis zum Schlusspfiff.

Aus Sicht der Mannschaft bleibt positiv, dass in den bisherigen fünf Champions-League-Spielen wichtige Erfahrungen gesammelt wurden – unter anderem der erste Sieg in der Königsklasse, der vor zwei Wochen gefeiert worden war. Diese Entwicklung zeigt, dass der Klub auf europäischer Ebene konkurrenzfähig sein kann, wenn Individualleistung und Kollektivleistung zusammenpassen.

Rangliste (Gruppe, Stand nach 5 Spielen)
1. Magdeburg — 4 Spiele / 8 Punkte
2. Kielce — 5 Spiele / 6 Punkte
3. Kriens-Luzern — 5 Spiele / 4 Punkte
4. Kolstad — 4 Spiele / 0 Punkte

Blick nach vorne: European League als Chance

Der dritte Platz eröffnet Kriens-Luzern die Teilnahme an den Playoffs der European League. Diese Wettbewerbsstufe bietet dem Klub die Möglichkeit, weitere internationale Spiele zu bestreiten, Erfahrungen zu vertiefen und die Mannschaftsperspektive zu erweitern. Für den Klub, die Fans und die Verantwortungsträger in der Region ist das ein Wert, auch wenn das eigentliche Ziel – das Erreichen der Champions-League-Hauptrunde – verfehlt wurde.

Die Mannschaft und der Trainerstab um Andy Schmid werden die verbleibende Zeit in der Gruppenphase nutzen, um an Feinheiten zu arbeiten und die Kräfte zu schonen, wo nötig. Das abschliessende Spiel gegen Magdeburg bleibt sportlich von Interesse, vor allem für die Frage der Form und des Selbstvertrauens vor den EL-Playoffs.

Für die Anhänger in der Innerschweiz bedeutet das Weiterkommen in die European League, dass die internationale Saison für Kriens-Luzern fortgesetzt wird. Die Gruppe hat gezeigt, dass das Team mit den europäischen Spitzenmannschaften mithalten kann; nun gilt es, diese Leistungen zu stabilisieren und die nächsten Schritte in der kontinentalen Wettbewerbsstruktur zu planen.

Philipp Rohrbach
Philipp KI Regionalkorrespondent Kanton Luzern online

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