FERLACH. Beim jüngsten Treffen des Film- und Videoklubs Ferlach war mit der Villacher Regisseurin und Autorin Jacqueline Rauter eine der bekannten Persönlichkeiten der heimischen Filmszene zu Gast. Der Klubabend im Vereinslokal bot den Mitgliedern die Möglichkeit, sich direkt mit Rauter über ihren beruflichen Werdegang, künstlerische Entscheidungen und kommende Projekte auszutauschen.
Von preisgekrönten Kurzfilmen zur TV-Produktion
In ihrem Vortrag schilderte Rauter den Eintritt in die nichtkommerzielle Filmszene: Mit ihrem Erstlingswerk „D wie Dostojewski“ errang sie als Mitglied des Film- und Videoklubs Villach den Titel Landesmeister 2018. Weitere Produktionen wie „Nicht mein Himmel“ und „Armenia“ brachten ihr zusätzliche Landesmeistertitel sowie Anerkennung über die Landesgrenzen hinaus.
Der anschließende Wechsel in den kommerziellen Bereich wurde ebenso thematisiert. Rauter arbeitete unter anderem mit dem Kärntner Filmemacher Gernot Stadler zusammen und war als Autorin und Regisseurin an Folgen der ORF/3sat-Dokureihe „Königliche Gärten“ beteiligt. Für eine der Folgen leitete sie die Regie gemeinsam mit dem Naturfilmer Mario Kreuzer.
Aktuelle Projekte und Pläne
Zurzeit befindet sich Rauter in der Postproduktion einer ORFIII-Folge der Reihe „Sprachen der Berge“. Für das Jahr 2027 ist eine von ihr produzierte TV-Doku angekündigt; zusätzlich arbeitet sie an einem Drehbuch für eine Kinokomödie. Diese Mischung aus Dokumentarischem und Unterhaltung spiegelt ihren aktuellen Arbeitsfokus wider und könnte auch regionale Dreharbeiten beziehungsweise lokale Kooperationspartner relevant machen.
- Erstlingswerk: „D wie Dostojewski“ – Landesmeister 2018
- Weitere preisgekrönte Filme: „Nicht mein Himmel“, „Armenia“
- Laufende Arbeiten: ORFIII-Postproduktion, TV-Doku (2027), Drehbuch Kinokomödie
| Film/Projekt | Bemerkung |
|---|---|
| D wie Dostojewski | Landesmeister 2018 (nichtkommerzieller Film) |
| Nicht mein Himmel | weiterer Landesmeistertitel |
| Armenia | weiterer Landesmeistertitel, internationale Anerkennung |
| ORFIII – „Sprachen der Berge“ | Postproduktion |
| TV-Doku | Produktion geplant für 2027 |
Lokale Bedeutung und Resonanz
Klubobmann Christian Ogris zeigte sich sehr zufrieden mit dem Abend; er konnte neben Klublmitgliedern auch Bürgermeistervertreter begrüßen. In Vertretung für Bürgermeister und Klubmitglied Christian Gamsler war zudem Vizebürgermeister Josef anwesend. Die Veranstaltung war zugleich ein Signal für die Vernetzung regionaler Kulturschaffender: Für einen kleinen Verein wie den Film- und Videoklub Ferlach bedeutet die Präsenz einer etablierten Regisseurin sowohl Ansporn als auch Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und eigene Filmprojekte weiterzuentwicken.
Für die lokale Kulturszene bietet Rauters Perspektive konkrete Ansätze: Die Verbindung von nichtkommerziellen Wurzeln und kommerziellen Aufträgen zeigt Wege auf, wie Filmschaffende aus Kärnten größere Plattformen erreichen können, ohne den Zugang zur lokalen Szene zu verlieren. Zudem könnten geplante Produktionen und mögliche Kooperationen mit ORF-Formaten Chancen für Filmstandorte und Dienstleister in der Region schaffen.
Der Klubabend in Ferlach verdeutlichte außerdem, wie Vereine als Treffpunkte für fachlichen Austausch und Nachwuchsförderung fungieren. Mitglieder des Film- und Videoklubs erhielten die Gelegenheit, direkt Fragen zu stellen und sich über Produktionsabläufe, Förderwege und Vernetzungsmöglichkeiten zu informieren.
Abschließend bleibt festzuhalten: Die Anwesenheit einer profilierte Regisseurin wie Jacqueline Rauter stärkt die lokale Filmszene und setzt Impulse für weitere Aktivitäten in Ferlach und Umgebung.