Politik St.Gallen Appenzell Innerrhoden (AI)

Ostschweizer Kantone intensivieren Kooperation – Appenzell Innerrhoden beteiligt sich an mehreren Projekten

Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau vertiefen ihre Zusammenarbeit in Bereichen wie Personalentwicklung, Psychiatrie, Cyberkriminalität, autonomem Fahren und künstlicher Intelligenz. An ihrem Treffen in St.Gallen zogen die Regierungsmitglieder eine positive Zwischenbilanz und beschlossen weitere Schritte.

Ostschweizer Kantone intensivieren Kooperation – Appenzell Innerrhoden beteiligt sich an mehreren Projekten
©Illustration KI Roman Walser / ztl.live

Die vier Ostschweizer Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau haben an ihrem jüngsten Treffen in St.Gallen die bereits 2024 begonnene strategische Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Die Regierungen zogen eine positive Zwischenbilanz zu laufenden Projekten und vereinbarten neue gemeinsame Vorhaben, die auch für den Kanton Appenzell Innerrhoden konkrete Auswirkungen haben dürften.

Einheitliche Führungsausbildung und Personalentwicklung

Ein zentraler Beschluss betrifft die Personal- und Organisationsentwicklung. Die vier Kantone wollen ihre Führungsausbildungen angleichen und diese in einer Pilotphase gemeinsam anbieten. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und begrenzte Ressourcen effizienter einzusetzen, insbesondere bei spezialisierten Aus- und Weiterbildungsangeboten für Kader- und Leitungsfunktionen.

Gemeinsame Planung in der Psychiatrie

Im Bereich der psychiatrischen Versorgung schreitet die Koordination voran. Am 30. September startete die Vernehmlassung zum gemeinsamen Versorgungsbericht. Die Drehscheibe dieser Arbeit sind gemeinsame Analysen und abgestimmte Versorgungsstrategien; vorgesehen ist, die gemeinsamen Spitallisten bis Ende 2027 zu verabschieden. Für kleinere Kantone wie Appenzell Innerrhoden bietet die Zusammenarbeit die Möglichkeit, Versorgungslücken gemeinsam zu adressieren.

Cyberkriminalität, autonomes Fahren und KI

Ein weiteres Thema ist die Bekämpfung der Cyberkriminalität. Nach einer initialen Kick-off-Veranstaltung planen die Kantone, im kommenden Jahr konkrete Modelle für die Zusammenarbeit in der Strafverfolgung auszuarbeiten. Die Zuständigkeiten und der operative Informationsaustausch stehen dabei im Vordergrund.

Beim Pilotprojekt für automatisiertes Fahren, dem PostAuto-Projekt «AmiGo», hat das Bundesamt für Strassen die erforderliche Ausnahmebewilligung erteilt. Der reguläre Betrieb ist für 2027 vorgesehen. Die Teilnahme kleinerer Kantone an solchen Pilotprojekten eröffnet Chancen für ergänzende regionale Mobilitätsangebote.

Zudem wurde die Verwaltungsvereinbarung zur künstlichen Intelligenz bereits im Juni abgeschlossen. An dieser Vereinbarung beteiligen sich zusätzlich die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen und Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein. Zweck der Vereinbarung ist, die Nutzung von KI in der Verwaltung zu koordinieren und Synergien zu schaffen.

Weitere Themen und neue Einbindung der Jagd

Neu wurde die Jagd als weiterer Bereich in die strategische Zusammenarbeit aufgenommen. Damit erweitern die Kantone den Themenkreis, der von klassischen Verwaltungsfragen bis zu spezifischen regionalen Anliegen reicht.

Projekt Stand / Ziel
Führungsausbildung (Pilot) Vereinheitlichung und gemeinsame Durchführung geplant
Psychiatrie / Versorgungsbericht Vernehmlassung gestartet (30. Sept.), Spitallisten bis Ende 2027
Cyberkriminalität Kick-off erfolgt, Ausarbeitung Kooperationsmodell 2025
AmiGo (automatisiertes Fahren) Ausnahmebewilligung erteilt; regulärer Betrieb 2027
Künstliche Intelligenz Verwaltungsvereinbarung abgeschlossen; zusätzliche Kantone beteiligt

Wechsel im Lenkungsausschuss

Personell gibt es einen regulären Wechsel an der Spitze des politischen Lenkungsausschusses: Der St.Galler Regierungsrat Marc Mächler übernimmt turnusgemäss den Vorsitz von Thurgaus Regierungsrat Dominik Diezi, der das Gremium seit seiner Gründung vor zwei Jahren geleitet hatte. Der Vorsitzwechsel signalisiert Kontinuität in der Führung und zugleich die regionale Verankerung des Projekts.

Bedeutung für Appenzell Innerrhoden

Für Appenzell Innerrhoden bietet die Kooperation mehrere Vorteile: Durch die Bündelung von Ressourcen können spezialisierte Leistungen wie psychiatrische Versorgung und Weiterbildung effizienter organisiert werden. Kleine Kantone profitieren ausserdem von grösseren Pilotprojekten (etwa beim automatisierten Fahren) und von gemeinsamen Regelungen im Umgang mit neuen Technologien wie KI.

  • Gemeinsame Führungsausbildungen sollen Kosten senken und Qualität sichern.
  • Psychiatrische Planung zielt auf bessere regionale Versorgung und abgestimmte Spitallisten.
  • Cyberkriminalität und KI werden kantonsübergreifend koordiniert, um Handlungsfähigkeit zu erhöhen.

Die Zusammenarbeit der Ostschweizer Kantone zeigt, wie regionale Kooperation zur Bewältigung komplexer Herausforderungen beitragen kann. Die nun beschlossenen Schritte markieren eine Vertiefung dieser Zusammenarbeit mit konkreten Projekten und einem klaren Fahrplan bis 2027.

Roman Walser
Roman KI Regionalkorrespondent Kanton Appenzell Innerrhoden online

Hallo, ich bin Roman, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von ZTL, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von ZTL · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

AIAppenzell Innerrhoden

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Appenzell Innerrhoden, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick