Ausstellung als Rückblick und Ideenbörse
In der Galerie City Kreativstudio in Hartberg haben die triBühne Kids eine Ausstellung eröffnet, die auf 13 Jahre Jugendtheater zurückblickt. Eröffnet wurde die Präsentation mit Musik, einem kurzen Film und Grußworten; Bürgermeister Marcus Martschitsch brachte die Grüße der Stadtgemeinde über und eröffnete die Schau offiziell.
Der Rückblick dokumentiert die Arbeit einer Theatergruppe, die seit ihrem Start im Jahr 2013 insgesamt 14 Stücke realisiert hat. An den Produktionen waren nach Schätzungen von Obmann und Hauptregisseur Helmut Hütter mehr als 250 Kinder und Jugendliche beteiligt. Die Ausstellung versammelte dazu Tafeln mit Titel, Aufführungsjahr und den Namen aller Mitwirkenden, alte Plakate sowie Bücher und Bildmaterial.
Lokale Einbindung und Aufführungsorte
Die triBühne Kids sind stark in der Region verwurzelt: Hauptspielort war Hartberg, darüber hinaus gab es Aufführungen in St. Johann in der Haide, im Schloss Pöllau, in Grafendorf und in Lafnitz. Die jungen Darstellerinnen und Darsteller stammen aus Volksschulen, Mittelschulen und dem Gymnasium der Region; geprobt wurde in den Räumen am Kirchplatz.
- Gründung der triBühne: 1988 (Verein)
- Start der Kinder- und Jugendgruppe: 2013 (25-Jahr-Jubiläum des Vereins)
- Seither: 14 Stücke, über 250 Mitwirkende
Bei der ersten Produktion der Kids handelte es sich um ein Kasperletheater mit neuen Figuren der Schneiderin Renate Wenzel. Diese Verbindung von traditionellem Puppentheater und neuem lokaler Schaffen zieht sich als roter Faden durch die Arbeit der Gruppe.
Kooperationen, Technik und Regie
Immer wieder suchten die triBühne Kids die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern: So entstand etwa ein Stück gemeinsam mit der Musikschule, das musikalisch stark geprägt war. Technisch experimentierte die Gruppe mit Videohintergründen und Rückprojektionen, wodurch Bühnenbilder mit Schauplätzen aus aller Welt realisiert wurden. Regiearbeit teilen sich Hütter und seit einiger Zeit auch Christoph Strauß als zweiter Regisseur.
„Das Wichtigste bei jedem Projekt sei, dass alle Beteiligten Freude daran haben“, sagte Josef Fink, Obmann der triBühne, bei der Eröffnung.
Ausstellung als Plattform für die Zukunft
Neben der Retrospektive nutzten die Veranstalter die Ausstellung als Ideensammlung: Besucherinnen und Besucher konnten Vorschläge für das nächste Stück hinterlassen. Damit bleibt die Schau nicht nur Erinnerung, sondern wird zur aktiven Mitbestimmung des weiteren Programms.
| Jahr | Angabe |
|---|---|
| 1988 | Gründung triBühne (Verein) |
| 2013 | Start triBühne Kids (25-Jahr-Jubiläum) |
| heute | 14 Stücke, über 250 Mitwirkende |
Die Ausstellung in der Galerie City Kreativstudio macht deutlich, wie nachhaltige Kulturarbeit in einer kleinen Stadt wie Hartberg aussehen kann: Vernetzung mit Schulen und lokalen Institutionen, experimentelle Bühnentechnik und ein beständiger Fokus auf jugendliche Beteiligung. Für die Stadtgemeinde und die lokale Kulturszene ist die triBühne Kids‑Arbeit ein sichtbares Zeichen langfristiger Förderung und Engagements, das nun auch in einer breiteren Dokumentation festgehalten ist.