Praktische KI-Anwendungen für kleine und mittlere Betriebe im Fokus
Am 8. Oktober kamen 130 Gäste in den Vinomnasaal Rankweil, um bei der Veranstaltung „Wirtschaft im Gespräch“ den Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmensalltag nachzugehen. Die Marktgemeinde Rankweil und die Gemeindemarketing Rankweil GmbH hatten zum Themenabend eingeladen; die Geschäftsführerin des Gemeindemarketings, Karolin Frei, leitete durch das Programm.
Bürgermeisterin Mag. Katharina Wöß‑Krall eröffnete den Abend mit Hinweisen auf aktuelle kommunale Entwicklungen: Geplant ist die flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen gegen Ende Oktober. Außerdem ist der Baustart für das Rückhaltebecken in der Appenzellerstraße für den 5. November angesetzt.
Vorträge und konkrete Beispiele
Prof. Dr. Christian Stummeyer, Professor für Wirtschaftsinformatik und Digital Commerce, stellte anhand praktischer Aufgaben dar, wie generative KI den Betriebsalltag vereinfachen kann. Er nannte unter anderem folgende Anwendungsfelder:
- Angebotsformulierung gegenüber Kundinnen und Kunden
- Automatisierte Beantwortung von Anfragen
- Protokollierung von Besprechungen
Als Einstieg empfahl Stummeyer, bei überschaubaren, wiederkehrenden Tätigkeiten zu beginnen und den Nutzen systematisch zu prüfen. Weitere, ausdrücklich betonte Voraussetzungen sind klare Arbeitsaufträge bei der Nutzung von KI, die Kontrolle der Resultate durch Mitarbeitende sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit betrieblichen Daten.
Am Beispiel eines Handwerksbetriebs demonstrierte Stummeyer, wie sich auch ohne tiefe Programmierkenntnisse mit Methoden wie sogenanntem „Vibe Coding“ eine einfache, betriebsinterne App erstellen lässt. Solche Anwendungen könnten es Kundinnen und Kunden ermöglichen, Reparaturbedarf zu melden und Fotos zu übermitteln, was Abläufe beschleunigen kann.
Begleitangebot: Praxisreihe für Unternehmen
Die Gemeindemarketing Rankweil GmbH organisiert in Kooperation mit der WIGE Vorderland eine zweiteilige Praxisreihe „Unternehmen trifft KI“, die die vorgestellten Inhalte vertiefen soll. Die Module richten sich an Betriebe, die konkrete Einsatzbereiche identifizieren und an Aufgaben aus ihrem eigenen Alltag arbeiten wollen.
| Datum | Veranstaltung | Ort / Zeit |
|---|---|---|
| 8. Oktober | KI‑Abend „Wirtschaft im Gespräch" | Vinomnasaal Rankweil |
| 20. Oktober | Praxismodul 1 „Unternehmen trifft KI" | Kleiner Vinomnasaal, 8–12 Uhr |
| 5. November | Praxismodul 2; Baubeginn Rückhaltebecken | Kleiner Vinomnasaal, 8–12 Uhr / Appenzellerstraße |
Beide Workshop‑Module bauen aufeinander auf und sind als aufeinanderfolgende Einheiten konzipiert. Ziel ist es, Teilnehmenden konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, damit sie KI‑gestützte Lösungen gezielt im Betrieb einführen können.
Lokales Netzwerk und Catering
Vor Beginn des Programms empfing das Unternehmen Anna Genuss die Gäste mit einem Apéro. Beim anschließenden Austausch sorgte der Rankweiler Hof für das Catering, Martina Gassner von Saluto Coffee servierte Espresso. Die Möblierung für den Abend stellte Reiter Möbel zur Verfügung. Solche Kooperationen zeigten, wie kommunale Veranstaltungen lokale Betriebe einbinden können und damit auch die regionale Wirtschaft stärken.
Für Rankweiler Unternehmerinnen und Unternehmer bietet der Abend zugleich einen praktischen Fahrplan: klein beginnen, Nutzen messen, Ergebnisse prüfen und Daten schützen. Die angekündigten Workshops am 20. Oktober und 5. November sind die nächste Gelegenheit, die vorgestellten Ideen hands‑on zu erproben.