Gemeindehandeln und Freiwillige: Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe
In Jenbach hat das Thema Sicherheit in den letzten Monaten organisatorisch und technisch an Gewicht gewonnen. Die Marktgemeinde verfolgt dabei einen integrativen Ansatz: Neben Investitionen in Infrastruktur legt man Wert auf Ausbildung der Mitarbeitenden und die enge Verzahnung mit der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach, die im Bezirk auch als Schwerpunktfeuerwehr für Gefahrguteinsätze fungiert.
Technik und Infrastruktur: Maßnahmen zur Krisenvorsorge
Die Gemeinde hat laut Bericht bereits im vergangenen Jahr mehrere zentrale Einrichtungen mit Notstromanlagen versehen, um die Handlungsfähigkeit bei länger andauernden Stromausfällen sicherzustellen. Betroffen sind das Sozialzentrum, das Feuerwehrgebäude und das Gemeindeamt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, kritische Abläufe wie Kommunikation, Versorgung und Einsatzkoordination auch bei Störungen der Stromversorgung aufrechtzuerhalten.
Praxisnahe Schulungen: Ausbilder mit Feuerwehrehintergrund
Alexander Aschenwald, in der Marktgemeinde als Systemadministrator und Brandschutzbeauftragter tätig und zugleich Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach, bringt seine praktische Erfahrung in die Ausbildung der Gemeindemitarbeiter:innen ein. Vor dem Feuerwehrhaus führen die Mitarbeitenden Schulungen zur richtigen Handhabung von Feuerlöschern durch. Dabei verwendet die Gemeinde einen sogenannten Löschtrainer, mit dem unterschiedliche Brandsituationen realitätsnah und kontrolliert simuliert werden können.
- Ziel der Übungen: Einschätzung, ob Entstehungsbrände mit vorhandenen Löschgeräten sicher bekämpft werden können.
- Fokus: Handgriffe, Reaktionsschnelligkeit und situative Entscheidungsfähigkeit.
- Praxisnähe: Einsatz eines Löschtrainers zur realistischen Simulation.
Freiwillige Feuerwehr: Schwerpunkt für Gefahrguteinsätze
Die Freiwillige Feuerwehr Jenbach ist im Bezirk als Schwerpunktfeuerwehr für Gefahrguteinsätze ausgewiesen. Damit sind die dortigen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner nicht nur in der Gemeinde, sondern bei besonderen Einsatzlagen im gesamten Bezirk gefordert. Der Status als Schwerpunktfeuerwehr setzt fundierte Ausbildung, spezielle Ausrüstung und regelmäßige Fortbildungen voraus.
| Einrichtung | Maßnahme |
|---|---|
| Sozialzentrum | Notstromanlage |
| Feuerwehrgebäude | Notstromanlage, Schulungsort |
| Gemeindeamt | Notstromanlage |
Die Kombination aus technischer Absicherung und regelmäßigen praktischen Übungen soll gewährleisten, dass im Ernstfall rasch und richtig reagiert werden kann. Insbesondere die praxisorientierten Löschübungen vor Ort reduzieren Unsicherheiten im Umgang mit Feuerlöschern und stärken die Routine der Mitarbeiter:innen.
Folgen für die Gemeinde und den Einsatz im Bezirk
Für die Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet dieses Vorgehen eine erhöhte Sicherheit im Alltag: Zentrale Dienste bleiben auch bei Ausfällen erreichbar, und die lokale Einsatzorganisation ist für komplexe Lagen vorbereitet. Für die Freiwillige Feuerwehr bedeutet die Rolle als Schwerpunktfeuerwehr zusätzliche Verantwortung, aber auch eine Stärkung der fachlichen Kompetenz im Bezirk.
Obwohl die Maßnahmen bereits gesetzt sind, bleibt der Erhalt von Ausbildung und Technik eine dauerhafte Aufgabe: Regelmäßige Übungen, Wartung der Notstromanlagen und Fortbildungen für Gefahrguteinsätze werden weiterhin nötig sein, um den erreichten Standard zu sichern.
Aus Jenbach bleibt der Eindruck, dass die Sicherheit nicht nur in Worten, sondern mit konkreten Schritten und dem Engagement von Verantwortlichen und Ehrenamtlichen gelebt wird.